Wer jetzt keine Heuanalyse macht, spielt mit seiner Winterfütterung | Folge 88
Shownotes
Viele Betriebe wissen, wie viele Ballen sie eingelagert haben. Doch die entscheidende Frage lautet: Weißt du auch, welche Leistung tatsächlich darin steckt? In dieser Folge sprechen wir darüber, warum eine Heuanalyse gerade nach einem Jahr mit Trockenheit und Futterknappheit zur wichtigsten Entscheidungsgrundlage am Betrieb werden kann. Denn wenn Erträge fehlen, wird jeder Ballen wertvoll. Dann entscheidet nicht nur die Menge, sondern die Qualität jedes einzelnen Kilogramms Grundfutter.
In dieser Episode erfährst du:
- warum eine Heuanalyse Vermutungen durch Fakten ersetzt
- weshalb Ballen zählen allein nicht ausreicht
- welche Auswirkungen Trockenheit auf Futterqualität und Leistung haben kann
- wie du Energie-, Rohprotein- und Mineralstoffwerte richtig einordnest
- warum Futteranalyse, Bodenprobe und Bestandsbeurteilung zusammengehören
- wie fundierte Entscheidungen Geld sparen und Sicherheit schaffen
Denn am Ende steht die wichtigste Frage: Glaubst du noch oder weißt du schon?
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Transkript anzeigen
00:00:00: Zwei tausend sechsundzwanzig wird vielen Grünlandbetrieben lange in Erinnerung bleiben.
00:00:04: Vielleicht nicht wegen dem, was auf den Flächen passiert ist sondern wegen dem was danach gekommen ist.
00:00:11: Die Gespräche am Küchendisch die Diskussionen im Stall rechnen rein am Abend und dieser eine Gedanke der immer wieder auftaucht reicht das Futter bis zum nächsten Frühjahr?
00:00:22: Viele Betriebe haben heuer deutlich weniger geerntet als vor allem geplant.
00:00:28: Manche Futterleger sind nicht leer, sie sind schlicht und einfach nie so voll wie man es wahrscheinlich aus den letzten Jahren gewohnt ist.
00:00:37: Und genau das sorgt klarerweise für Unruhe denn wer sich schon einmal mit dem Gedanken beschäftigt hat Futter zu kaufen zu müssen war's ganz genau.
00:00:49: Das ist oft leichter gedacht als dann Schluss endlich getan.
00:00:52: Das Angebot ist jetzt schon knapp und es wird noch viel knapper werden.
00:00:56: Die Nachfrage ist enorm hoch, die Preise schießen durch die Decke.
00:01:01: Und plötzlich kostet jeder zusätzliche Ball deutlich mehr als am Recht.
00:01:06: Für manche Betriebe steht sogar eine noch schwierige Frage im Raum wahrscheinlich.
00:01:11: Reicht das Futter für alle Tiere was sie im Stall haben?
00:01:14: Eine Frage die niemand gerne stellt – und noch weniger gerne vor allem beantwortet!
00:01:20: Denn hinter dieser Frage steckt eine Entscheidung, die emotional ganz fest schmerzt.
00:01:26: Müssen Tiere verkauft werden?
00:01:28: Tiere, die man über Jahre hin züchterisch aufgebaut hat?
00:01:33: Tiere – die eigentlich schon zur Familie des Betriebes gehören?
00:01:37: Tiere in die Arbeit Zeit und vor allem auch ganz viel Herzblut geflossen ist!
00:01:42: Und genau deshalb geht es in dieser Folge um weit mehr als um eine Futteranalyse.
00:01:48: Es geht um Sicherheit Um Entscheidungen und vor allem um die Frage, wie viel Leistung steckt tatsächlich im Futter was wir noch haben?
00:01:57: Denn die Ernte können wir heute nicht mehr verändern.
00:02:01: Die ist schon erledigt!
00:02:02: Wir können sehr wohl aber verstehen womit wir in den Monaten... ...in den Wintermonaten vor allem gehen.
00:02:11: Und genau dort beginnt gute Betriebsführung.
00:02:20: Deinem Rasen und Grünland Coach.
00:02:25: Hallo, herzlich willkommen zurück beim Grassgeber!
00:02:28: Dem Schwarzenberger Podcast für alle die mehr aus ihrem Grün Land machen wollen.
00:02:32: Mein Name ist Markus Schwarzenburger und ich bin dein Grün-Land-Coach.
00:02:36: Ich freue mich riesig dass du heute wieder mit dabei bist und dir die Zeit für diese Folge nimmst.
00:02:42: Die heutige Folge liegt mir persönlich schon besonders am Herzen Denn ich glaube viele von uns haben ihnen vor allem in diesem Jahr gemerkt wie schnell etwas dass wir lange als selbstverständlich betrachtet haben, plötzlich knapp werden kann.
00:02:57: und wovon ich spreche ist am Ende des Tages das Futter.
00:03:01: Und genau deshalb möchte ich heute mit dir darüber sprechen wie wir nach diesem außergewöhnlichen Jahr mit extremer Dürre- und Trockenheit und brutalen Niederschlagsdefiziten die richtigen Entscheidungen treffen können um wieder stabil zu werden vor allem aber nicht aus dem Bauch heraus von Zahlen und Fakten.
00:03:24: Wenn das Wort Futteranalyse fehlt, denken viele sofort an einen Laborbericht – an Zahlen, an Tabellen, an Werte die man einmal angeschaut und anschließend irgendwo im Ordner ablegt.
00:03:36: Genau da beginnt aus meiner Sicht der erste Denkfehler!
00:03:40: Denn die entscheidende Frage lautet niemals, brauche ich eine Futter-Analyse?
00:03:47: Die viel wichtigere Entscheidung die immer sich stellen soll wie will ich ohne Futteranalyse wissen, was dieser Sommer mit meinem Grünland und mit meinem Grundfutter gemacht hat.
00:03:59: Das ist eine Frage, die wirklich zentral ist.
00:04:02: Eine Futteranalyse ist kein Produkt.
00:04:04: Es ist auch definitiv kein Selbstzweck!
00:04:07: Und schon gar nicht ist sie ein Stück Papier für die Ablage.
00:04:11: Die Futter Analysen sind eine Entscheidungsgrundlage und das ist viel mehr Entscheidungs-Grundlage wie sich viele überhaupt vorstellen können Vielleicht sogar die wichtigste Entscheidungsgrundlage heuer in diesen Herbst und in den Wintermonaten.
00:04:25: Die Menge an Futter können wir sehen, also wie viel noch im Heustadel oder im V-Silothrinnern ist.
00:04:33: Wir können die Ballen zählen!
00:04:34: Wir können abschätzen eben, wieviel in Silothrinnen ist Und wir können unsere Vorräte durchrechnen wenn man die Ration wissen.
00:04:41: Die Qualität des Futters bleibt dabei aber immer eine Blackbox.
00:04:45: Das wissen wir ohne Futteranalyse definitiv nicht.
00:04:48: Und genau diese Qualität entscheidet darüber, wie viel Leistung im vorhandenen Futter am Ende des Tages steckt.
00:04:55: Sie entscheidet nämlich, wie wir unsere Ration gestalten welche Ergänzungen tatsächlich notwendig sind und wie effizient wir mit dem knappen Vorreden die heuer uns heuer beschäftigen werden durch den Winterkommen bis zum Frühling.
00:05:11: Wenn die Zahlen fehlen dann ist eines ganz klar Dann übernimmt nur mein.
00:05:14: das Gefühl kann vielleicht beim Liebe auf den ersten Blick relevant sein, aber nicht wenn es um Betriebsführung am eigenen Betrieb geht.
00:05:24: Weißt du was mir in die Gesprächen mit Landwirten immer wieder auffällt?
00:05:28: Ich stelle eine ganz einfache Frage aus meiner Sicht.
00:05:32: Wie schaut's aus?
00:05:34: Wie hat sich dein Bestand entwickelt?
00:05:36: Wie ist die Futterqualität?
00:05:37: Welche Erträge hast tatsächlich erreicht und sehr häufig bekomme ich darauf Antworten hat schon passt wohlwohl eh, so wie letztes Jahr.
00:05:47: Was ich aber nie bekomme sind konkrete Zahlen und genau das ist es was dann oft wirklich fehlt.
00:05:55: Ich glaube das müsste schon passen.
00:05:57: isch ein Satz was eh schon sag' ich glaub Und genau hier wird es am Ende des Tages auch wieder interessant Denn an Meinungen fällt's auf unseren Betrieben Auf keinen Fall.
00:06:08: Das habe ich noch nie erlebt.
00:06:10: An Erfahrung fällt's ebenfalls nicht.
00:06:13: Jeder sieht etwas jeder spürt etwas Jeder hat in den vergangenen Jahren seine eigenen Beobachtungen gemacht und das ist enorm wertvoll.
00:06:21: Nur fehlt häufig die faktenbasierte Grundlage, auf der wir gemeinsam dann weiter diskutieren können.
00:06:28: Das heißt weg von Emotionen und Gefühlen hin durch zu einer fakten basierten Basis auf der man wirklich schauen kann und analysieren kann.
00:06:37: wie geht es weiter?
00:06:38: Und in dem Moment indem die Zahlen fehlen verändert sich das gesamte Gespräch über messbare Ergebnisse, wir sprechen über Eindrücke.
00:06:49: Dann sprechen wir nicht mehr über Ertrag, nicht mehr die Qualität oder Leistung.
00:06:54: Dann sprechen wir am Ende meistens nur noch über den Preis und genau da verlieren wir eigentliche Perspektive Denn der Preis steht gut sichtbar auf der Rechnung Der Mehrertrag steht tot aber ganz sicher nicht angeschrieben.
00:07:14: Einer Maßnahme ist sofort spürbar.
00:07:16: Der Nutzen zeigt sich allerdings sehr oft erst über die gesamte Vegetationsperiode, über vier, über fünf Schnitte – vielleicht sogar über sechs Schnitte!
00:07:27: Deshalb lautet ein Satz der für mich sehr viel Wahrheit enthält, über den Preis wird diskutiert und der Ertrag wird, was oft nur vermutet.
00:07:37: Und da ist auch etwas, das ich mir oft so durch den Kopf gehe, dass diese erste Frage häufig Die falsche Frage ist.
00:07:44: Nehmen wir eine Bodenprobe, eine Futteranalyse, eine gezielte Nachsorte, eine angepasste Kalkversorgung oder hochwertiges Saatgut für eine Grünlandverbesserung?
00:07:54: Die erste Frage lautet häufig – was kostet mir das?
00:07:58: Diese Frage ist verständlich!
00:08:00: Jeder Betrieb muss wissenschaftlicher arbeiten.
00:08:02: Jeder von uns muss auf seine Kosten achten und gerade in einem schwierigen Jahr wird jede zusätzliche Ausgabe genau geprüft.
00:08:10: Entscheidend ist nur dass wir an dieser Stelle nicht aufhören zu rechnen.
00:08:16: Da.
00:08:17: eine wesentlich spannende Frage lautet ja eigentlich, was kostet es mir wenn ich es nicht mache?
00:08:22: Nehmen wir als einfaches Rechenbeispiel zehn Euro zusätzliche Investition pro Hektar.
00:08:27: Zehn Euro Pro Hektare wirken zunächst wie zusätzlichen Kosten.
00:08:32: Jetzt betrachten wir diese zehn Euro nicht isoliert als zehn Euro.
00:08:36: Wir betrachten sie über die gesamte Fläche und wir betrachen Sie über die gesamte Vegetationsperiode.
00:08:43: Diese Fläche liefert nicht nur einmal Futter, sie liefert vier, fünf, sechs Mal Futter auf intensiven geführten Flächen vielleicht noch mehr.
00:08:53: Bei jedem einzelnen Schnitt geht es um Masse Es geht um Energie, es geht um Eiweiß, es gibt um Vertaulichkeit Es geht Um Futteraufnahme und letztlich um Milchfleisch und Wirtschaftlichkeit.
00:09:05: Und plötzlich sprechen wir immer darüber ob zehn Euro pro Hektar viel oder wenig sind.
00:09:10: Wir sprechen darüber, was diese Investition über vier, fünf oder sechs Nutzungen bewirken kann.
00:09:17: Deshalb stelle ich nicht nur die Frage – Was kostet die Maßnahme?
00:09:22: Ich stelle auch die Frage welchen Ertrag und welche Qualität verschenke über ein gesamtes Jahr wenn ich die falsche Entscheidung treffe.
00:09:31: Und genau da liegt der Unterschied zwischen Kosten- und Investitionen.
00:09:35: Kosten betrachten nur den heutigen drei.
00:09:39: betrachten die Wirkung über die gesamte Saison.
00:09:42: Und das führt uns zu einem Punkt, der mir besonders wichtig ist.
00:09:45: Wenn wir bessere Qualitäten wollen müssen wir Qualitäten auch einfordern beim Saatgut bei der Nachsaat, bei der Düngung, bei einer Beratung und genauso bei unserem Grundfutter.
00:09:57: Qualität fällt nicht zufällig vom Himmel.
00:10:00: Qualitet entsteht durch Entscheidungen, durch die passende Sorte, durch den richtigen Zeitpunkt, durch eine saubere Bestandsführung durch eine bedarfsgerechte Versorgung und die Bereitschaft Ergebnisse zu messen.
00:10:15: Erst wenn wir Zahlen haben, können wir Qualität vergleichen.
00:10:24: Und erst wenn wir Qualitet verbessern, entsteht die Chance auf einen höheren Ertrag aus unserem eigenen Produkt zu zielen.
00:10:33: Bei einem Milchviehbetrieb ist es die Milch bei einem Maschbetrieb Und bei einem Muttergruppe-Betrieb sind es gesunde Tiere, Tabile, Zunahmen und eine funktionierende Herde.
00:10:45: Der Mehrertrag entsteht also nicht auf dem Laborbericht.
00:10:49: Er entsteht im Stall.
00:10:51: Der Laborberichte zeigt uns den Weg dorthin.
00:10:55: Viele Betriebe sehen die Tür zuerst in einer geringen Erntemenge weniger Pallen, weniger Silasche, weniger Reserven – die Veränderungen reichen häufig deutlich tiefer.
00:11:07: Druckerstress verändert den gesamten Pflanzenbestand.
00:11:10: Die Konkurrenz zwischen den Arten verschiebt sich in solchen Stresssituationen enorm, leistungsfähige Futtergräser geraten vor allem in diesen Situationen total unter Druck.
00:11:21: Andere Arten nutzen die entstandenen Lücken weise einfach ein tiefes Wurzelwerk haben weil die Wasserversorgung auch in weiterer Folge des Wachstum beeinflusst und aus diesen Veränderungen ergibt sich schließlich eine komplett veränderte Futterqualität.
00:11:39: Die spannende Frage lautet deshalb nicht nur, wie viel weniger Futter habe ich geerntet.
00:11:45: die für DIE interessantere Frage ist welches Futter hab ich eigentlich wirklich geerntete?
00:11:50: Wieviel Energie steckt darin?
00:11:52: Wieviele Eiweiß?
00:11:53: Wie hoch ist der Rohfaseranteil?
00:11:55: Wie sieht es mit Zucker oder Mineralstoffen aus?
00:11:58: und wie gut?
00:11:59: vor allem ist die Vertaulichkeit noch von diesen Inenzen und Anführungszeichen Stressfutter?
00:12:04: Und welche Leistung kann dieses Futter am Ende des Tages durch die Kuh tatsächlich noch dran.
00:12:11: Denn zwei Betriebe können gleich viele Ballen auf Lager haben und trotzdem mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen in den Winter gehen.
00:12:20: Die Anzahl der Ballen sagt uns, wie viel Futter vorhanden ist.
00:12:23: Die Analyse zeigt uns aber was dieses Futter richtig leisten kann.
00:12:28: Das Problem sieht man oft nicht.
00:12:33: Landwirte seien hervorragende Beobachter.
00:12:35: Sie sehen einen Bestand und erkennen häufig schon aus der Entfernung, ob etwas nicht passt.
00:12:41: Wir riechen am Heu, wir greifen in die Silage, wir beurteilen Farbe, Struktur, Geruch – diese Sinnprüfungen ist wichtig!
00:12:50: Weil sie liefert wertvolle Hinweise.
00:12:53: gleichzeitig bleibt ein Teil der Wahrheit auf unseren Augen unserer Nase und unseren Händen unsichtbar.
00:13:01: Ein Heu kann hervorragend ausschauen weniger Energie enthalten als erwartet.
00:13:06: Eine Silage kann angenehm riechen und beim Robotin deutlich unter den angenommenen Werten liegen, ein Ball kann schwer sein und trotzdem nicht jene Qualität liefern die wir uns für unsere Ration zugrunde gelegt haben.
00:13:21: Die Augen sehen viel sie sehen keine Megatronel.
00:13:25: Die Nase erkennt Fehlgehrungen.
00:13:28: Sie misst aber kein Robotino.
00:13:30: Die Hände spüren die Struktur Sie bestimmen aber auch keine Gehaltsstoffe.
00:13:35: Und genau dafür brauchen wir Laboranalysen, sie ersetzen nicht die Erfahrung was du hast als Landwirt.
00:13:42: Sie ergänzen diese Erfahrungen um messbare Fakten und erst aus beiden entsteht ein vollständiges Bild – Aus Beobachtung und Analyse, Aus Erfahrung und Zahlen, Aus Praxiswissen und Messbauer Realität.
00:13:56: Nach einem Jahr wie es ist, wird jeder Ball richtig wertvoll sein!
00:14:02: Jedes Silage zählt und jedes Kilogramm Druckermasse hat eine Bedeutung.
00:14:06: Und deshalb wird auch jede falsche Annahme richtig teuer werden!
00:14:11: Vielleicht glaubst du, dein Futter hat genügend Energie?
00:14:14: Vielleicht gehst Du davon aus dass der Eiweißgehalt abpasst?
00:14:18: Vielleicht entscheidet die Mineralstoffversorgung... ...auch als außerreichend.
00:14:24: Dahinter steht immer dieselbe entscheidende Frage.
00:14:27: Wo hast Du das?
00:14:28: oder glaubst Du es?
00:14:29: Denn zwischen Glauben und wissen liegt die Qualität deiner nächsten Entscheidung.
00:14:34: Wenn ihr den tatsächlichen Energie gehalten nicht kennt, kann ich die Ration nur auf Basis einer Annahme gestalten.
00:14:41: Und wenn ich den Rohrprotein geheilt nicht kennen, dann kann ich einem Mangel vermutlich oder wahrscheinlich nur vermuten und möglicherweise unnötig ergänzen.
00:14:50: Oder ich übersehe einen tatsechlichen Mangel und wundere mich später über die Leistung Beide wegen Kostengeld.
00:14:58: Zu viel Ergänzung kostet Geld Zu wenig Leistung kostet ebenfalls Geld.
00:15:02: Eine Futteranalyse nimmt die Vermutung aus der Gleichung und sie ersetzt sie durch richtige Fakten.
00:15:09: Das ist einer meiner Lieblingssätze in diesem Zusammenhang.
00:15:13: Eine gute Analyse diskutiert nicht, sie zeigt am Ende des Tages die Realität.
00:15:17: Sie sagt ihr nicht was du gerne hören möchtest?
00:15:20: Sie zeigt dir was tatsächlich vorhanden ist.
00:15:23: Wie hoch ist die Energie?
00:15:25: wie hoch ist das Robotin?
00:15:30: Welche Mineralstoffe sind vorhanden?
00:15:32: Wo liegt die Stärke des Futters?
00:15:34: und Wohling mögliches Schwachstellen?
00:15:37: Plötzlich bekommt das Gespräch eine völlig andere Qualität.
00:15:41: Wir rennen nämlich dann nicht mehr darüber, ob sich eine Maßnahme gut oder schlecht anfühlt.
00:15:48: wir rennen auf einmal dann darüber was die Werte zeigen.
00:15:52: Wir können auf einmal vergleichen!
00:15:54: Wir können einordern, wir können auch priorisieren.
00:15:57: von den Tätigkeiten Vor allem können wir dann richtige Entscheidungen treffen.
00:16:02: Vielleicht sind es nicht immer die perfekten Entscheidungen und um das geht's ja auch gar nicht so.
00:16:06: Es sind auf jeden Fall fundierte Entscheidungen, das ist das was viel wichtiger ist.
00:16:11: Genau das schafft nämlich Sicherheit besonders in einem Jahr indem ohnehin schon vieles unsicher geworden ist.
00:16:19: eine Futternöse ist kein Endpunkt.
00:16:21: sie ist der Beginn.
00:16:23: für die nächste Frage wenn ein Wort nicht passt möchte ich wissen woher kommt das?
00:16:28: liegt es am Schnittzeitpunkt, liegt es an der Zusammensetzung am Feld.
00:16:32: Liegt es am Anteil von Blatt und Stengel?
00:16:35: Liegt's einer Versorgung?
00:16:37: Liegts an der Folge der Trockenheit?
00:16:40: oder liegt die Ursache noch viel, viel tiefer im Boden?
00:16:43: Genau deshalb gehören Futteranalyse, Bestandsbeurteilungen und Bodenuntersuchungen immer zusammen!
00:16:50: Die Futteranalyse zeigt uns das Ergebnis.
00:16:53: Der Pflanzenbestand zeigt uns einen Teil Deswegen und die Bohnenprobe hilft uns dabei, die Grundlage zu verstehen.
00:17:01: So entsteht aus einem Sammelsurium von Zahlen ein System nicht nur Futter, nicht nur Pflanze, sondern einen absolut schönen Zusammenhang.
00:17:12: Viele schauen auf das Futterproblem.
00:17:14: Die Ursache finden wir häufig wenige Zentimeter tiefer.
00:17:18: Wie steht es um die Kalkversorgung?
00:17:20: Wie sieht die Kaliumversorgungen aus?
00:17:22: Kann der Boden Wasser aufnehmen und vor allem auch speichern?
00:17:25: Wie gut ist die Bodenstruktur an sich?
00:17:28: Wie tief können die Pflanzen wurzeln, wie geschlossen ist die gesamte Grausnahme.
00:17:33: Welche wertvollen Futtergräser sind noch vorhanden?
00:17:36: Nicht nur ja, das sind schon ein paar!
00:17:38: Und welche Outen haben die entstandenen Lücken jetzt genutzt?
00:17:41: Ein leistungsfähiger Bestand braucht erleichtungsfähiges Fundament und wenn die Boden struktur nicht passt dann kann die Pflanze vorhandenes Wasser schlechter nutzen.
00:17:51: Wenn die Durchwurzelung begrenzt ist erreicht sie einfach tiefere Wasservorräte nicht.
00:17:57: Wenn die Nährstoffversorgung nicht passt, kann der Bestand sein Potenzial nie im Leben richtig ausschöpfen.
00:18:04: Die Folgen sehen wir irgendwann im Ertrag.
00:18:07: Später sehen wir sie in einer Futteranalyse und am Ende spüren wir sie im Stall.
00:18:12: Deswegen sage ich mir gerne Der Ballen ist das Zeugnis, der Boden ist die Schule Und des Zeugnisses zeigt uns das Ergebnis und wer das Ergebnis verbessern will muss sich Schule anschauen.
00:18:26: Hans Koch bringt in seinen Vorträgen immer wieder einen zentralen Gedanken zum Ausdruck, die wirtschaftliche Leistung entsteht durch möglichst viel Leistung aus dem Grundfutter.
00:18:37: und genau hier schließt sich der gesamte Kreis wider.
00:18:40: mehr Leistungen aus den Grundfuttern beginnt nicht beim öffnenden Silos sie beginnt auf der Fläche, beim Boden bei der Nährstoffversorgung, bei der Kalkung, beider Alpenzusammensetzung und vor allem auch bei der Nachsatz Beim Nutzungszeitpunkt und schließlich bei der konsequenten Analyse dessen, was geerntet wurde.
00:19:00: Ohne Pflanzenbestand füttert die Leistung.
00:19:03: Das ist kein loses Aufzählen!
00:19:06: Das ist eine Kette.
00:19:08: Und jedes Glied in dieser Kette beeinflusst das nächste.
00:19:11: Wer nur am Ende der Kette korrigiert, arbeitet ständig an den Symptomen.
00:19:17: Wer aber am Anfang einer Kette ansetzt, verbessert das gesamte System – und das bringt Stabilität.
00:19:23: Schau dir jetzt einmal zuerst Deine tatsächlichen Vorräte an.
00:19:27: Wie viel Futter ist noch vorhanden?
00:19:29: Für wie viele Tiere, für welchen Zeitraum?
00:19:33: mit welcher Reserve?
00:19:35: und dann siehst du eine repräsentative Futterprobe nicht nur von den Ballen der besonders schön ausschaut, nicht nur vom jener Stelle die gut erreichbar ist.
00:19:48: Die Probe sollte das Futter abbilden, dass später tatsächlich auf dem Futterdisch landet.
00:19:52: Danach schaust du dir die Analysewerte an.
00:19:55: Nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit deinem Betrieb also mit deiner Tierrasse, mit deina vor allem auch erwarteten Leistung der Tiere und mit der Ration und mit deinen verandenen Vorräten.
00:20:09: Anschließend gehst du dann einen Schritt zurück auf die Fläche.
00:20:13: Was erzählt dir der Bestand?
00:20:15: Wo seien jetzt im Sommer Lückungen standen?
00:20:17: Welche Gräser haben die Litten?
00:20:19: Welcher Alten haben aber zugenommen?
00:20:21: sind es auch die Alten die ich haben will?
00:20:24: Und wo regeneriert sich die Narbe, wo braucht sie Unterstützung?
00:20:28: und welche Antworten liefert der Boden?
00:20:31: So wird aus einer einzelnen Futteranalyse ein gesamtes Werkzeug für mehrere Entscheidungen.
00:20:37: Für die Rationsgestaltung, für die Futterplanung aber auch für den Nachsort Nährstoffversorgung und für die langfristige Entwicklung deines Grünlands.
00:20:48: Der Sommer zwanzig sechsundzwanzig hat unser Grünland definitiv ganz stark verändert.
00:20:54: Die Frage ist auch nicht, ob sich etwas verändert hat.
00:20:57: Die Frage lautet – wie stark hat es sich auf deinem Betrieb verändert?
00:21:02: Und genau deshalb ist die wichtigste Zahl im Herbst vielleicht nicht nur die Anzahl deiner Ballen.
00:21:08: Es sind die Werte, die in diesen Ballen stecken Denn wer sein Futter analysiert kennt die Wahrheit über seine Vorräte und wer seine Vorräte kennt kann bessere Entscheidungen treffen Und wer bessere Entscheidungen trifft, schafft vor allem Sicherheit.
00:21:27: Für seine Tiere, für seinen Betrieb und für die Zukunft seines Grünlands!
00:21:32: Die entscheidende Botschaft dieser Folge lautet ganz klar Wenn Futter knapp wird, entscheidet nicht nur die Menge dann entscheidet die Leistung eines einzelnen Kilogramm Grundfutter.
00:21:44: Vielleicht gehst du jetzt nach dieser Folge einmal ganz bewusst auf dem Hof raus.
00:21:48: Du zählst vielleicht nicht nur den Ballen Du stellst dir eine zweite Frage, wie können diese Ballen oder was können die Ballen tatsächlich leisten?
00:21:58: Und vielleicht sprichst du auch über einen mit einem Berufskollegen darüber.
00:22:03: Nicht nur über die Preise nicht über die fehlenden Mengen sondern über die Zahlen über die Daten über die Fakten, die euch helfen bessere Entscheidungen zu treffen.
00:22:12: Wenn dir diese Folge einen neuen Blick auf das gesamte Thema Grundfutter gegeben hat dann teils sie doch sehr gerne mit deinen Kollegen, Nachbarn oder Freunden.
00:22:23: Mit jemanden der heuer ebenfalls vor der Frage steht, reicht's Futter bis zum nächsten Frühjahr?
00:22:29: Denn gerade in Schwierigen Jahren brauchen wir weniger Vermutungen und mehr Klarheit – weniger Diskussionen über das Gefühl und mehr Entscheidungen auf Basis von Fakten!
00:22:40: In diesem Sinne hopf hoch es wird wieder ein besseres Jahr kommen aber wir müssen ansetzen bei der Grundfutterleistung im Grünland.
00:22:50: Und es freut mich, dass du heute wieder mit dabei warst bei dieser Folge von Kraßgeber!
00:22:54: Ich freue mich wenn wir in der nächsten Folge uns wieder hören und bis dahin bleibt neugierig schau genau hin hinterfragt deine Annahmen und denke immer dran.
00:23:04: Der Preis steht auf der Rechnung.
00:23:07: die wahre Wirtschaftlichkeit entsteht durch das was Du aus deinem Grundfutter tatsächlich machst.
00:23:13: Bis zum nächsten Mal.
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