Grünland optimieren: Die richtige Wahl bei Gräsern und Sorten treffen | Folge 77
Shownotes
Viele Betriebe wählen ihre Mischung nach Gefühl oder Katalog. Doch der entscheidende Schritt kommt davor: die Frage, was dein Grünland wirklich leisten soll.
In dieser Folge erfährst du:
- warum Funktionen wichtiger sind als einzelne gräser oder Mischungen
- welchen Einfluss Sorten auf Ertrag, Ausdauer und Stabilität haben
- welche Rolle kräuter im modernen grünland spielen
- wie du deinen Bestand auf Trockenheit und Klimaextreme vorbereitest
- warum Verdaulichkeit genauso wichtig ist wie Masse
Du bekommst ein klares System an die Hand: Zuerst Ziel definieren, dann Funktionen festlegen, danach Gräser und erst am Ende Sorten auswählen So entsteht ein Bestand, der nicht nur heute liefert, sondern auch in 5–10 Jahren stabil funktioniert.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Die wichtigste Frage im Grünland lautet nicht, was wächst hier?
00:00:04: Das ist schon mal eines, das ganz klar ist.
00:00:06: Vor ca.
00:00:07: zwei Wochen hat mir der Josef aus dem Tiroler Unterland angerufen, es ist ein Milchviehbetrieb – einen Mann, der normalerweise nicht wegen Planigkeiten zum Telefon greift.
00:00:16: Er hat dann gesagt, Markus wenn du in der Gegend bist, musst du unbedingt vorbeikommen!
00:00:20: Natürlich werde ich da neugierig auf so eine Frage.
00:00:23: Also habe ich gefragt, was ist denn
00:00:24: los?!
00:00:25: Dann höre ich etwas, das man am Telefon nur ganz schwer verstecken kann.
00:00:29: Und das ist die Freude und das aber eine richtig ehrliche Freude!
00:00:32: Josef hat dann angefangen zu erzählen, Markus so ein geiles Futter habe ich noch nie gehabt.
00:00:38: Leider hat es zeitlich bei mir nicht gepasst dass sie vorbeifahren haben können.
00:00:41: Aber ganz ehrlich da muss er auch gar nicht vorbei fahren weil man es an seiner Stimme hört den Stolz der Begeisterung und vor allem der Erleichterung.
00:00:51: denn während ganz viele Betriebe speziell heuer über die Trockenheit, schwächere Aufwüchse und vor allem dann resultierend daraus fehlendes Futter gesprochen haben ist er auf seinen Flächen genau da gestanden was er über Jahre erarbeitet hat.
00:01:06: Einen Bestand der funktioniert ein bestand der Ertrag und gleichzeitig auch Qualität liefert und auch dann noch D-Leistung bringt wenn die Bedingungen vor allem sowie heuer vor allem schwierig sind Und genau deshalb möchte ich heute mit dir über eine Frage sprechen Wichtiger ist, als jede Saatgutmischung.
00:01:27: Nämlich was soll dein Grünland eigentlich wirklich leisten?
00:01:42: Hallo und herzlich willkommen zurück beim Krasgeber-Podcast!
00:01:46: Ich bin der Markus Schwarzenberger, dein Gründer-Coach Und freue mich riesig dass du heute wieder mit dabei bist.
00:01:52: Wenn Du Grünand nicht nur bewirtschaften sondern vor allem wirklich verstehen möchtest dann bist du heute genau richtig.
00:01:59: Denn heute sprechen wir über eine Frage, die oft aus meiner Sicht übersehen wird und gleichzeitig darüber auch entscheidet wie dein Bestand in fünf, zehn oder sogar fünfzehn Jahren aussehen soll.
00:02:13: Josef hat die Fläche von der er mir erzählt hat vor einigen Jahren dazu gebachtet Und die Ausgangssituation war ehrlich gesagt alles andere als ideal weil genau diese Flächen stehen an meistens zur Bacht frei.
00:02:26: Also es war wenig ertrag, die Qualität war mehr als überschaubar und vor allem extrem viele Lücken über den gesamten Bestand hinweg.
00:02:34: Sobald's dann schlussendlich danach trockener wurde was wir auch in den vergangenen Jahren sehr oft bemerken ist die Luft sehr schnell draußen gewesen.
00:02:43: Jetzt hätte Josef damals einfach irgendeine Nachsortmischung bestellen können so wie es wahrscheinlich die meisten machen.
00:02:50: Katalog aufschlagen Mischungen auswählen rüberfahren und dann in weiterer Folge hoffen.
00:02:56: Wir sind da aber einen anderen Weg gegangen, wir haben zuerst eine ganz andere Frage gestellt.
00:03:02: nicht welche Mischung brauchen wir sondern was soll diese Fläche überhaupt mal leisten können?
00:03:08: Wo soll die Fläche hin?
00:03:10: Und genau hier beginnt aus meiner Sicht modernes Grünland-Management denn die meisten sprechen über Arten, über Mischungen oder über einzelne Gräser.
00:03:20: Die wirklich spannende Frage lautet aber prinzipiell Welche Funktionen muss ein Bestand tatsächlich erfüllen?
00:03:28: Stell dir deinen Bestand einmal wie eine Fußballmannschaft vor.
00:03:32: Du würdest wahrscheinlich keine Mannschaft mit elf Stürmern auf den Platz schicken.
00:03:36: Trotzdem werden viele Grünland-Bestände genau so aufgebaut.
00:03:40: Eine Stärke wird maximiert, der Rest wird dem Zufall überlassen.
00:03:45: Also ein sehr gefährlicher Spiel!
00:03:47: Ein moderner Grünlandsbestand braucht heute mehrere Talente gleichzeitig Zum Beispiel den Ertrag.
00:03:54: Natürlich braucht jeder Betrieb Ertragen, ohne den geht es nicht.
00:03:58: Darüber müssen wir definitiv nicht diskutieren heute.
00:04:02: Jede Tonne Futter die auf deiner Fläche wächst musst du nie zu kaufen.
00:04:06: Josef wollte ganz bewusst mehr Ertrage, ganz klar!
00:04:10: Deshalb haben wir uns natürlich intensiv mit leichtungsfähigen Gräsern auch beschäftigt und da kommt man aus meiner Sicht am Deutsch-Weidelgras kaum vorbei weil eine hohe Energietichte hohe Ertragsleistung und vor allem eine sehr gute Regeneration, gerade wenn es einmal etwas intensiver geht.
00:04:27: Alles Eingeschaffen die wir schätzen.
00:04:29: jetzt wird's aber trotzdem noch interessant denn Deutsch-Sweidelgras ist nicht gleich deutsches Weidelgrass.
00:04:35: Es gibt unzählige Sorten die schieben im Frühjahr gewaltig an da kommen im Erstaufwuchs richtig richtige Mengen zusammen Und es gibt andere Sorten Die setzen stärker auf die Ausdauer das heißt ja meine höhere Nahrungsstabilität sind teilweise auch Krankheitsresistenter und auf langfristige Leistungen ausgelegt.
00:04:55: Also anders gesagt, die Art sagt ihr welches Werkzeug du schlussendlich dann auch in der Hand hast als Vergleich?
00:05:01: Und die Sorte entscheidet aber wie dieses Werkzeug arbeitet.
00:05:05: Manche gewinnen wenn wir wieder aufs Fußballspiel zurückgehen manche gewinnern einen Sprint und andere gewinneren im Prinzip die komplette Meisterschaft.
00:05:12: Ein weiterer Punkt sehr wichtig ist die Vertaulichkeit in diesen Punkte den ganz viele wahrscheinlich gar nicht am Schirm haben.
00:05:22: Josef produziert keine Ballen, sondern Joseph produziert Milch und das ist ein großer Unterschied weil viele schauen auf die donnen Trockermasse, die Kuh schaut aber auf etwas ganz anderes.
00:05:35: Die Kuh fragt sich wieviel davon kann ich tatsächlich verwerten und schlussendlich im Milch umwandeln?
00:05:40: Das heißt der Futtermischwang wird mit Messe gefüllt und Milch entsteht unter anderem aus der Vertaulichkeit genau von diesem Futter des, was man da reinschmeißt.
00:05:49: Und genau deshalb haben wir uns auch Alten angeschaut die hier besondere Stärke mitbringen.
00:05:55: ein gutes Beispiel ist zum Beispiel der Wiesenschweidel.
00:05:59: er steht selten im Mittelpunkt.
00:06:01: dabei bringt er eine hohe Vertaullichkeit mit einer gute Futteraufnahme und genau jene Einschaften die für ein hochwertiges Grundfutter entscheidend sind.
00:06:11: denn am Ende zählt ja nicht nur was wächst sondern Schlussendlich ist es viel wichtiger, was kann die Crew daraus machen?
00:06:20: Und ein weiter wesentlicher Punkt ist natürlich auch die Ausdauer.
00:06:25: Jetzt denken wir einen Schritt weiter!
00:06:27: Viele Entscheidungen werden für den nächsten Schnitt getroffen.
00:06:32: Erfolgreiche Betriebe denken an die nächsten fünf bis zehn Jahre.
00:06:37: Josef wollte nicht alle paar Jahre wieder bei Null beginnen.
00:06:40: Deshalb war die Frage wie schaffen wir einen Bestand der langfristig funktioniert.
00:06:46: Und genau hier werden Zolteneinschaften enorm wichtig, wenn es um Ausdauer und Winterhärte, um Regenerationsfähigkeit oder auch um die Nahmstabilität geht.
00:06:57: Einschaften über die viel zu selten gesprochen wird, die aber oft darüber dann entscheiden ob ein Bestand dauerhaft Leistung bringt oder ihm nicht weil manche Zolten liefern ein wahrhaftiges Feuerwerk einmal kurz aufbappen und andere liefern im Prinzip Eine erfolgreiche Karriere.
00:07:16: Ein weiterer Punkt ist die komplette Klimaresilienz.
00:07:19: Die letzten Jahre haben uns eines sehr deutlich gezeigt Das Wetter diskutiert definitiv nicht mit uns.
00:07:26: Mal fällt Wasser, mal kommt es viel und mal verschiebt sich gefühlt das gesamte Vegetationsjahr.
00:07:33: Und genau deshalb müssen wir heute anders über Grünland nachdenken wie wir das vielleicht noch vor zwanzig Jahren machen können.
00:07:40: Hier kommen dann Auten wie Knaugraus ins Spiel oder der Rohrschwinkel zum Beispiel, Arten vor allem mit tiefen Wurzelwerk.
00:07:48: Arten die Wassereserven erschließen können wenn es an der Oberfläche längst zu trocken geworden ist.
00:07:54: Früher wurden manche dieser Orden belächelt und auch pauschal abgestempelt.
00:07:59: heute werden sie für sehr viele Betriebe zur Versicherung gegen Metarextreme Und genau hier lag auch einer der Gründe warum Josef Heuer so entspannt auf seinen Bestand schauen hat können.
00:08:12: Die Trockenheit beginnt an der Oberfläche.
00:08:16: Die Lösung entsteht aber oft in der Tiefe des Bodens und genau dahin müssen wir arbeiten.
00:08:21: Ein weiterer wichtiger Punkt ist, auf dem gehe ich ganz stark immer ein, die Systemstabilität.
00:08:30: Das ist für mich persönlich einer der wichtigsten Punkte wo man auch jetzt schon weitergehen muss was man in die Mischung mit integrieren kann und das sind die Kräuter Denn Grünland besteht nicht nur aus Gräsern und Klee.
00:08:42: Ein guter Bestand ist immer ein System und in einem stabilen System übernimmt jede Pflanze eine Aufgabe.
00:08:51: Wenn wir schon beim Thema Kräuter sind, Spitzwegerich, Futterzigari oder die Schafgabe, das seien alles keine Dekorationselemente.
00:08:58: Das seien Unterstrich in einer funktionierenden Grünlandsystem.
00:09:01: Funktionsträger.
00:09:03: Sie erschließen Wasser aus tiefen Wohnschichten sie bringen zusätzliche Wurzelstrukturen im Bestand Sie erhöhen die Vielfalt Gleichzeitig aber auch die Schmackhaftigkeit und auch die ganzen natürlichen Stärken, was Kräuter so mitnehmen.
00:09:17: Und sie helfen dabei das gesamte System robuster zu machen.
00:09:21: Wichtig ist dabei aber auch eines zu bedenken.
00:09:24: Kräutern sind kein Wundermittel!
00:09:27: Sie lösen nicht jedes Problem.
00:09:29: Was sie aber schon können?
00:09:30: Sie können helfen, Risiken besser zu verteilen – genau das wird in Zukunft wahrscheinlich immer wichtiger.
00:09:37: Nicht die maximale Leistung in einem perfekten Jahr sondern stabile Leistungen über viele unterschiedliche Jahre hinweg.
00:09:44: Und jetzt kommen wir zum wichtigsten Punkt dieser Folge wahrscheinlich, ganz viele Fragen.
00:09:49: Welche Arten brauchen die?
00:09:50: Die bessere Reihenfolge lautet aber zuerst das Ziel dann die Funktion, dann die Arten und als Dann kommen sie so!
00:09:57: Und als Ganz am Ende entsteht daraus dann eine funktionierende Mischung.
00:10:02: Wenn wir heute auf Josefs Bestand schauen, dann sind wir nicht einfach nur gräser.
00:10:08: Wir sehen tatsächlich Funktionen Pflanzen, die Ertrag liefern.
00:10:12: Pflanzen ,die Qualität liefern und Pflanzen die Trockenheit besser überstehen und pflanzen sie das gesamte System an sich selber wieder stabilisieren.
00:10:22: Die wichtigste Frage im Grünland lautet nicht Was wächst hier?
00:10:26: Die entscheidende Frage lautet was leistet diese Pflanze für meinen Betrieb?
00:10:31: Denn ein moderner Gründer Bestand besteht nicht einfach aus Gräsern.
00:10:36: er besteht aus ganz vielen verschiedenen Funktionen Und je klarer du diese Funktionen definieren kannst, desto gezielter kannst du deinen Bestand entwickeln.
00:10:46: Josef hat mich angerufen bzw.
00:10:47: er hatte mich nicht angerufen weil eine Sorte so besonders schön ausgeschaut hat.
00:10:52: Er hat mir angerufen, weil sein gesamter Bestand genau das gemacht hat was er machen sollte.
00:10:58: Er hat geliefert!
00:10:59: Er hat Attrakt, Qualität und Sicherheit für seinen Betrieb bereitgestellt.
00:11:04: Genau das wünsche ich mir auch für deine Fläche Wenn du in den nächsten Tagen den Schritt machst auf deine Bestände und du schaust mal ganz bewusst hin, dann stell dir einmal eine ganz andere Frage.
00:11:17: Nicht wenn du nach unten schauschst und die Frage stellst was wächst da?
00:11:21: Sondern was fehlt meinem Bestand?
00:11:24: Vielleicht gibt es irgendeinem etwas, das dir noch fehlt.
00:11:27: Die meisten werden sagen mehr Ertrag vielleicht bist du auch dabei der sagt okay ich setze mehr auf Verteiligkeit oder mehr Ausdauer, dass ich nicht nur einen Big vom Wachstum habe, sondern dass ich möglichst über das gesamte Jahr hinweg konstante Ausdauern und Erträge hab.
00:11:41: Willi mehr Trockenheitstoleranz oder will i tatsächlich einfach mehr Stabilität in meinem Betrieb haben?
00:11:48: Und genau für diese Überlegungen haben wir unseren MyMix Entwickler den du bei uns auf der Website findest.
00:11:54: Dort kannst du Schritt-für-Schritt definieren was dein Grünland künftig leisten soll.
00:11:58: Das hast du kannst du deine einzelnen Komponenten aussuchen hinzufügen und so dir deine eigene Mischung zusammenstellen.
00:12:05: Und daraus entsteht eine Mischungen, die zu deinem Betrieb, zu dein dem Standort und zu deinen Zielen passt.
00:12:13: Schau gerne vorbei!
00:12:14: Probier es aus.
00:12:15: du wirst sehen der Erfolg wird sich zeigen und genau auf das sind wir stolz.
00:12:19: Ich wünsch Dir auf jeden Fall erfolgreiche Aufwüchse gute Entscheidungen auf Deinen Flächen und vor allem Bestände die auch morgen noch des leisten was Du heute von Ihnen erratest.
00:12:31: In diesem Sinne, mach's gut und eine schöne Grünlandbewirtschaftung.
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